• Buchebner Julia

Wut tut gut! 3 Wege, wie du Wut transformieren und für höhere Ziele einsetzen kannst.


Neulich habe ich nach Langem wieder mal die „Dynamische Meditation“ von OSHO gemacht. Kennst Du die? Man schüttelt sich, man schwitzt, man schreit alles raus was einem auf dem Herzen liegt, dann hupft man wild in der Gegend herum, und schließlich genießt man die wohlverdiente Stille…. Ein perfektes Ventil, um seiner Wut freien Lauf zu lassen - in einem sicheren Rahmen, bei dem niemand angeklagt wird oder zu Schaden kommt. Ach, es hat so gutgetan 😅 ! So vieles hatte schon in mir gebrodelt.


Zuerst die Videos von Polizeigewalt, die mich zur Weißglut brachten, dann die ganzen Berichte darüber, was im Schatten der Corona-Krise nicht alles zerstört wurde an unwiederbringlichem Lebensraum, und dann noch diverse Aktionen von Trump, Bolsonaro & Co.


Da darf einem ja auch mal der Kragen platzen!

Bestimmt erlebst auch Du solche Momente, in denen du zornig und wütend wirst angesichts der Lage der Welt. Dein Blut kocht, dein Kopf errötet und Du würdest am liebsten etwas in der Luft zerreißen!


Hey, das ist vollkommen in Ordnung! Denn:

Deine Wut zeigt, dass Du menschlich und mitfühlend bist

Wie viele Menschen spüren überhaupt nichts mehr angesichts der Lage der Welt? Wie viele Menschen sind der kollektiven Wurschtigkeit anheimgefallen? Wie viele Menschen verbarrikadieren die Tore ihres Herzens vor jeder Art von Verletzlichkeit? Apathie und Gleichgültigkeit sind eine der größten Gefahren für eine zukunftsfähige Gesellschaft! Wenn es uns nicht mehr tangiert, was draußen passiert, woher sollten wir dann die Kraft zu Veränderung dann nehmen? Es ist wirklich tausend Mal besser Wut zu fühlen, als gar nichts zu fühlen.

Wut ist ein Ausdruck von Liebe

Du bist ja nicht ohne Grund wütend. Du bist wütend, weil ein Teil von Dir verletzt ist. Ein Bedürfnis nicht erfüllt. Eine Sehnsucht nicht gestillt. Hinter der Wut liegt immer ein Schmerz und hinter dem Schmerz immer eine Sehnsucht verborgen, und diese Sehnsucht ist ein Ruf der Liebe.

So liegt hinter deinem Zorn vielleicht ein Schmerz von Trennung in der Welt. Von Ungerechtigkeit. Von Ohnmacht. Und dahinter wiederum liegt eine Sehnsucht nach Gerechtigkeit, nach Verbundenheit, nach Frieden. Und sind das etwa nicht die Ideale der Liebe? Die Liebe hat so viele Gesichter. Und so dürfen wir sie auch in unseren zornerfüllten Fratzen erkennen.


Was tun also, wenn die Wut an Deine Türen klopft? Hier mein Rat:


1) Heiße sie willkommen!

Geh rein in die Emotion! Natürlich nicht, indem du andere Menschen anschreist. Es geht ja um DEINE Emotion, um DEINE Bewusstwerdung! Schrei in einen Polster, raufe deine Haare oder schlage auf Dein Bett. Tu was Du brauchst, um Deine Wut ganz auszudrücken. In der bedingungslosen Annahme der Dinge beginnt ihre Transformation.


2) Fühle, was dahinter liegt!

Wer seine Wut zulässt, kommt unweigerlich an den dahinterliegenden Schmerz. Fühle ihn! Und fühle auch die Sehnsucht! Bring diese Anteile ans Licht Deines Bewusstseins. Erkenne, was Dich wirklich bewegt. Spüre die Liebe dahinter, und höre was sie zu sagen hat. Spüre, wie wichtig Dir Deine Ideale sind und spüre die Kraft, die Du hast, um dafür einzustehen. Damit wechselst Du automatisch in eine höherschwingende Frequenz.


3) Nutze die neugewonnene Kraft!

Wenn du die Wut entladen und ihre tieferen Wurzeln gesehen hast, bleibt eine sehr reine und klare Kraft übrig: Entschlossenheit, Antrieb, Motivation. Das schenkt Dir ungeheure Power! Nutze das, um in Deinem Wirkungsbereich zu einer positiven Veränderung beizutragen! Was kannst Du tun, um konstruktiv zur Lösung des Problems beizutragen? Was wäre ein möglicher Schritt, um die Ideale, die Du in der Welt sehen möchtest, zu verwirklichen?


„If you think you are too small, try sleeping with a mosquito”, sagte der Dalai Lama einmal.

Du kannst immer einen Unterschied machen! Wichtig ist, dass du an Dich glaubst und alle Kräfte nutzt, die Dir dafür zur Verfügung stehen. Transformierte Wut ist eine davon!


Darum verurteile Dich nicht, wenn du mal wütend bist! Sage nicht: "Ich sollte eigentlich liebevoll sein." Denn du weißt jetzt: Wut ist nur getarnte Liebe. Eine Liebe, die leidenschaftlich brennt und die auch mal ihr Schwert zücken kann für die Dinge, die ihr lieb, teuer und wichtig sind.

Zum Weiterlesen und Vertiefen:

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© 2019 von Julia Buchebner; Bilder von Pixabay.com