• Buchebner Julia

4 Wege, deine Selbstwirksamkeit zu fördern

Wie man den Glauben an sich selbst stärken kann und auch bei schwierigen Aufgaben nicht verzagt!

Wer heutzutage mit halbwegs offenen Augen und Ohren durch diese Welt schreitet, der spürt eines ganz gewiss: Jede/r Einzelne ist gerufen, ins Tun zu kommen und seinen Beitrag für eine lebenswerte Welt zu leisten. Die Verantwortung auf Politiker, UnternehmerInnen, AktivistInnen oder einfach auf „die anderen“ zu schieben, ist zwar sicherlich sehr bequem, führt aber langfristig nicht zu der gewünschten, nachhaltigen Entwicklung für uns und diesen Planeten.


Für mich ist es total schön zu sehen, dass immer mehr Menschen bereit sind, selbst aktiv zu werden und konkret etwas zu unternehmen. Gerade in meinem beruflichen Kontext darf ich das immer öfter bezeugen. Was dann aber leider oft passiert, ist, dass Zweifel aufkommen, oder das Gefühl, das Ziel ja doch nicht erreichen zu können, oder alleine ja doch nichts ausrichten zu können. Manch globale Probleme wie etwa der Klimawandel wirken so übermächtig, dass die eigene Kraft zu nichtig erscheint. Zu schnell geben wir auf, resignieren, fühlen uns hilflos oder zermürbt.


Genau hier kommt das Konzept der Selbstwirksamkeit ins Spiel.

Selbstwirksamkeit beschreibt die subjektive Gewissheit einer Person, neuen oder schwierigen Aufgaben aufgrund eigener Kompetenzen gewachsen zu sein. Mit einem hohen Vertrauen in die eigene Wirksamkeit lassen sich gegebene Ziele leichter erreichen. Selbst wenn eine Situation das eigene Wissen, die Fähigkeiten oder die Intelligenz übersteigt, so hilft das Empfinden von Selbstwirksamkeit beim Finden einer Lösung. Es fördert die Motivation und das Durchhaltevermögen auch in schwierigen Zeiten (Bandura, 1986; Schwarzer u. Jerusalem 2002; Jonas u. Brömer 2002).


Wow, klingt das nicht wie nach einem Wundermittel für alle Change Maker? Ist es nicht genau das, was wir leidenschaftliche Weltverbesserer wirklich brauchen?


JA! Aber wie geht das konkret? Wie können wir den Glauben an uns selbst, an unsere Kraft, an unsere Wirksamkeit wirklich stärken? Gut, dass mein Freund Stefan el Pirado gerade eine Coaching-Arbeit zu diesem Thema verfasst, und ich mir ein paar spannende Antworten von ihm holen kann 😉


Hier sind 4 Wege, wie du deine Selbstwirksamkeit stärken kannst:

1. Umgib dich Menschen, die dich ermutigen!

Stell dir vor, du erzählst deinen Eltern von deiner nachhaltigen Start-up-Idee, aber die raten dir dringlich, lieber bei deinem sicheren 9-to-5 Job zu bleiben. Oder du bist ambitionierte CSR-Managerin, aus der Chefetage aber hörst du immer nur „nein, das wird nicht funktionieren!“ Oder du erzählst deinen Freunden, dass du jetzt nicht mehr fliegen willst, aber die finden das nur lächerlich. Not nice! Menschen, die uns auf die eine oder andere Art auf unserem Weg behindern, an uns zweifeln oder uns etwas nicht zutrauen, schwächen auch den Glauben an uns selbst.

Was wir brauchen, um unsere Selbstwirksamkeit zu steigern, ist positives Feedback, guten Zuspruch und ermutigende Worte. Ein „Hey, ich finde deine Idee grandios, erzähl mir mehr!“ bestärkt uns 1000 Mal mehr als irgendein gut gemeinter Ratschlag. Darum wähle deinen Freundeskreis weise, und wähle weise, mit wem du worüber sprichst. Solange deine Idee noch ein winziges Pflänzchen ist, darfst du es schützen und solltest es nur jenen Menschen zeigen, die es gießen und düngen. Die großen Kritiker kannst du dann angehen, wenn dein Pflänzchen zu einem starken Baum herangewachsen ist ;)

2. Lass dich von Vorbildern inspirieren

Falls es dir schwerfällt, ermutigende Worte von anderen zu bekommen oder anzunehmen, dann kannst du den Weg der Vorbilder wählen. Wenn wir sehen, wie eine andere Person eine schwierige Aufgabe meistert, so trauen wir uns selbst das auch viel eher zu. Ist uns die beobachtete Person zudem in vielen Aspekten ähnlich, hat das einen zusätzlichen Effekt. Wir denken uns dann: „Hey, wenn diese Person das schafft, dann schaffe ich das auch!“ Greta Thunberg ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sie hat so vielen Jugendlichen auf der ganzen Welt gezeigt, dass jeder einen Unterschied machen kann, egal wie alt, wie gebildet, oder wie gesund man ist. Wenn ein 16-jähriges Mädchen mit Asperger-Syndrom so viel Gutes lostreten kann, dann können das ganz viele andere auch! Und das rockt!

3. Ernte viele kleine Erfolgserlebnisse

Oft geschieht es, dass wir zu Beginn einfach viel zu viel auf einmal wollen. Mit unseren hochgesteckten Zielen (z.B. Ich will alle Tiere retten! Ich will die gesamte Lebensmittelverschwendung beenden!) überfordern wir uns so dermaßen selbst, dass wir letztlich gar nicht erst damit anfangen. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede… ;)

Was es braucht sind die vielen kleinen Schritte, die uns immer wieder Erfolgserlebnisse schenken und in kleinen Dosen das Gefühl vermitteln, etwas erreicht zu haben. Das macht uns stark und selbstbewusst. Wiederholte Misserfolge hingegen schwächen unsere Selbstwirksamkeit. Darum ist es so wichtig, sich erreichbare Ziele zu stecken, und die dann ordentlich zu feiern. Und bald schon werden wir erkennen, wie weit wir mit den vielen kleinen Schritten gekommen sind!

4. Konzentrier dich auf das, was dich mit Sinn und Freude erfüllt

Das ist wohl die tiefste Quelle der Selbstwirksamkeit, die Grundlage von allem. Wir empfinden unsere Selbstwirksamkeit stärker, wenn wir uns einer Sache widmen, die uns durch und durch mit Sinn erfüllt und mit positiven Emotionen verbunden ist. Denn dadurch sind wir intrinsisch - also aus uns selbst heraus - motiviert, und mit mehr Herz und Engagement bei der Sache. Gerade deshalb ist es so wichtig, diesen Bereich zu kennen, der uns berührt, uns Freude macht. Für den einen sind es die Tiere, für den anderen das Klima, für wieder andere sind es soziale Themen. Die entscheidende Frage ist: Worin liegt meine tiefste Mission? Was will ich dieser Welt wirklich von mir schenken? Was bewegt, nährt und erfüllt mich zutiefst?

Die Antworten auf diese Fragen zu kennen, halte ich für essentiell für jedermann. Wir ALLE sollten wissen, was uns Sinn und Freude schenkt, und unser Handeln dementsprechend ausrichten. Es ist der Leitstern in unserem Leben, der uns immer wieder aufstehen lässt, der uns durchhalten lässt. Es ist das Verlangen unserer Seele, weiterzumachen. Es ist der tiefe Grund, warum wir atmen und leben. Der Grund warum wir hier sind.


Soweit sogut. Falls das jetzt alles nix geholfen hat, habe ich hier noch 2 "Power-Formeln" für dich, 2 Botschaften, die wir uns immer vergegenwärtigen können, um dem Zweifel "den Garaus" zu machen:


  1. Wirklich, niemand der sich dem Wandel verschrieben hat, ist jemals alleine. Viele Menschen sind am Weg und du bist ein Teil vom großen Netz des Wandels.

  2. Nichts, was wir jemals für das Große Ganze geleistet haben, ist umsonst. Die Schöpfung würdigt eine reine Absicht immer, auch wenn wir scheitern.

In diesem Sinne, DANKE ich euch allen für euer Wirken und sag´volle Kraft voraus 😊 !!
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© 2019 von Julia Buchebner; Bilder von Pixabay.com